Deutschland hat der Welt viel Schrecken und Leid gebracht, aber auch viele Freunde, vor allem durch die Kunst. In der Musik haben deutsche Künstler immer eine große Rolle gespielt und das schon vom Mittelalter an. Man denke dabei nur an Walter von der Vogelweide, der einst singend durch die Lande zog.

Johann Sebastian Bach

Der erste der großen deutschen Komponisten ist zeitlich gesehen Johann Sebastian Bach. Er wurde 1685 in Eisenach geboren und gehört zu den größten Musiker aller Zeiten. Er war eigentlich ein Kirchenmusiker, der 1714 seinen ersten Job als Konzertmeister in Weimar bekam und dort mit zeitgenössischen Komponisten arbeiten konnte. Hier begann er seine erste großen Kompositionen, beeinflusst von Italienern wie Vivaldi. In der Übergangszeit in Köthen schrieb er die Brandenburgischen Konzerte, bis er schliesslich nach Leipzig kam, wo der Höhepunkt seines Schaffen stattfand.

Ludwig van Beethoven

Der zweite Platz der großen deutschen Komponisten muss eindeutig an Beethoven gehen. Seine monumentalen Werke haben Musikgeschichte geschrieben. Seien es die Klavierkonzerte oder seine Oper, sein Stil ist unverwechselbar, die künstlerische Umsetzung genial. In seiner Schaffenszeit komponierte er 9 Symphonien, 5 Klavierkonzerte,32 Sonaten 16 Streichkonzerte eine Oper und eine Messe. Er verbrachte eine lange Zeit seines Schaffens in Wien, damals Hauptstadt der Musik und war von der Musik Bachs und Händels inspiriert. er war schon zu Lebenszeiten ein Star, und Franz Schubert gehörte zu den 20.000 Trauernden die zu seiner Beerdigung kamen.

Johannes Brahms

Hatte Beethoven noch den Übergang zur Romantik verkörpert, so lebte Brahms sie vollends aus. Wie Beethoven auch verließ er Deutschland und arbeitet die meiste Zeit in Wien. Sein Genius wurde weithin geschätzt. Er galt als absoluter Perfektionist , der selbst einige frühe Werke zerstörte, weil sie ihm nicht gut genug waren. Er schrieb vier Sinfonien und viele Serenaden sowie mehrere Konzerte für Klavier und Streichinstrumente. Herauszuheben ist seine enge Zusammenarbeit mit der Pianisten Clara Schumann.

Richard Strauss

Auch wenn er nicht zu den drei B’s gehört, so hat Strauss doch auch seinen Platz in der Musikgeschichte, vor allem als Vertreter der ausgehenden Romantik und dem Beginn der Moderne. Er ist vor allem für seine Opern bekannt, wie „Der Rosenkavalier“, „Elektra“ und „Salome“ und hat heute noch Weltrum mit „Also sprach Zarathustra“. Er war aber nicht nur Komponist, sondern auch Dirigent, und hatte schon zu Lebzeiten einen Kultstatus in Europa und Amerika.